Durch das Ergebnis der Abstimmung in Großbritannien und den nun folgenden „Brexit“ hat sich die Situation der Europäischen Gemeinschaft dramatisch verändert. Schon vor dieser Abstimmung war mit Händen zu greifen, dass überall in Europa die Fliehkräfte erstarken. Die allgemein feststellbare Tendenz zur Entsolidarisierung macht es immer schwerer zu benennen, was die europäischen Staaten eigentlich noch miteinander verbindet. Das Vereinende, das im Begriff der Europäischen Union angesprochen wird, scheint abhanden zu kommen. Zum ersten Mal seit dem Beginn des größten Friedensprojektes nach dem Zweiten Weltkrieg sind wir ernsthaft mit der Möglichkeit konfrontiert, dass die Idee Europa scheitern könnte. Eurocalypse Now? Oder stehen wir vor der Aufgabe, Europa und die innereuropäischen Beziehungen ganz neu zu denken?
Wir wollen bis zum Sommer 2017 in einer Reihe von Podiumsgesprächen die Frage erörtern, ob das Projekt Europa eine Zukunft hat. Wir laden dazu Menschen ein, die aus unterschiedlichen Gründen denken, dass es sich lohnt, für Europas Zukunft zu streiten. Unser zweites Gespräch konzentriert sich auf die Perspektive der Politik und versammelt dazu drei Parlamentarier mit einer großen Erfahrung auf dem Feld europäischer Innen- und Außenpolitik: Dr. Franziska Brantner (Bündnis 90/DIE GRÜNEN), Dr. h.c. Gernot Erler (SPD) und Dr. Andreas Schwab (CDU). Dazu kommt Prof. Dr. Ulrike Guérot, Gründungsdirektorin des European Democracy Lab an der European School of Governance (Berlin) und Professorin und Direktorin am Department for European Policy and the study of Democracy an der Donau-Universität in Krems. Sie veröffentlichte gerade das Buch „Warum Europa eine Republik werden muss! Eine politische Utopie“.
Wir freuen uns auf diese Veranstaltung und die anschließenden Gespräche mit Ihnen!
Dr. Franziska Brantner MdB (Heidelberg) Dr. h. c. Gernot Erler MdB (Freiburg)
Prof. Dr. Ulrike Guérot (Europapolitik und Demokratieforschung, Donau-Universität Krems)
Dr. Andreas Schwab MdEP (Villingen-Schwenningen)
Das detaillierte Tagungsprogramm sowie Informationen zu den Kosten entnehmen Sie bitte dem PDF.
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