Bei der Analyse globaler Ungleichheiten verwenden die Sozialwissenschaften entweder den Rahmen »Land« oder sie vergleichen direkt die ganze Welt. Menschen leben aber in einer Mehrzahl von spezifischen Kontexten. Nicht wenige befinden sich in Staaten, die sie bedrohen oder die nur auf dem Papier existieren. Andere wandern zwischen Staaten oder sie arbeiten für transnationale Unternehmen. Alle Menschen ringen um Zugänge – auch zu Kontexten, die weder staatlich noch territorial gebunden sind. Dieses Streben nach sozial-räumlicher Autonomie ist politisch umkämpft, wie sich u. a. am Brexit und den Konflikten zwischen internationalem Recht und einer möglichen »Festung Europa« zeigt.
Der Vortrag versteht globale Ungleichheiten nicht nur als Unterschied zwischen Arm und Reich,
sondern auch als Ungleichheit der Zugangschancen. Demokratien, die Zugangschancen monopolisieren – so die provokante These von Anja Weiß – verdienen ihren Namen nicht.
Prof. Dr. Anja Weiß (Makrosoziologie und Transnationale Prozesse, Duisburg-Essen)
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